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über mich


Die übliche Datensammlung: Curriculum Vitae

Lebenslauf in 28 Fotos: Curriculum Facial (viel spass :-)

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Schon mit 7 Jahren pflegte ich zu sagen ich würde Erfinder werden. Mein Vater hatte dieses Talent auch, und die Geduld, mir vieles beizubringen. Die Familie war voller Friede und Respekt und ich fand genügend Material und Ratschlag um das zu entwickeln was ich wollte.
Mein Vater spielte ziemlich gut Klavier - leider nur an Weihnachten... und er verstand Kunst als etwas für uns unerreichbares. Er nahm mich in Konzerthallen mit und zeigte mir die Instrumente und Klänge und ich liebte Brahms und Wagner lange bevor ich mit Beatles, Clapton und Pink Floyd den Einstieg in "meine" Kultur fand. Mein Bruder führte mir das Konzert für Band und Orchester von Deep Purple vor als ich 13 war und wir hörten "Think as a Brick" unzählige Male...
Mit 6-8 Jahren erhielt ich auch Klavier und Gitarrenstunden - ziemlich erfolglos. Der Impuls eigene Musik zu machen kam mit 14 von mir und meinen Freunden... die Familie wies darauf hin, dass ich nicht wirklich Talent hatte dazu...

Das wichtigste in meiner Erziehung war Ehrlichkeit. Ich bin immer noch radikal darüber. Ich pflege keine Beziehungen zu Personen die lügen und sage was ich denke - was die Freunde schätzen, aber auch öfters zu Konflikten führt...

Es ist schwer zu ungewöhnlichen Visionen zu stehen. Demokratie ist toll, hat aber den grossen Nachteil, dass die Mehrheit keinen Platz für die Minderheiten lassen muss.
Der freie Markt hat diese Tendenz noch stärker: 95% der Produkte in Läden sind für die 60% "normale Leute"
In der Musik gibts noch zusätzlich die Tendenz: laut und spektakulär überrollt subtil, tief, spirituell...
Und trotz all dem wird der Erfolg entweder am Einkommen oder an der Medien Präsenz gemessen.
Das macht mir zu schaffen...

...und hat mitbewirkt, dass ich 1984 beschloss, die Schweiz zu verlassen. Anderswo ist das nicht total anders aber in Brasilien hat Musik einen anderen Wert.
Die Revolution, die wir 1080-84 in Zürich verloren und die ganze kreative Szene schwarz und gehässig machte hat mich 1983 nach Winterthur und 1986 nach Rio de Janeiro getrieben. 1988 wurde ich dort rausgeworfen weil ich kein visum hatte und in Biel gefiel es mir schon einiges besser, aber der Traum war Brasilien, wo ich 25 Jahre in Salvador und Aracaju blieb, erst 2014 als mein treuester partner Rolf Spuler tot krank wurde, fand ich allmählich wieder gefallen an der "gereiften" Schweiz und seit 2016 bin ich in Wellhausen angemeldet. Seither sind in Brasilien nur noch die Natur, mein Sohn und einige Freunde atraktiv. ich hoffe weiterhin Nov-Feb dort zu geniessen, aber für die restliche zeit muss ich einen günstigeren Ort in EU finden, vielleicht Berlin?

Ich habe nie einen Gitarrenverstärker gekauft und finde es nicht nötig, traditionell zu klingen, schaffe es aber trotzdem manchmal. Meine Partner und ich wollen nicht nachzuahmen, weil wir neu immer interessanter und frischer finden. Wir können daher der Mehrheit, die den Stars nacheifern, nicht viel bieten. Wir bieten neue Technologie und Musik an, in Richtung sauberer, subtiler, ausdrucksvoller, eindrücklicher, erstaunlicher, leichter...

Mein Impuls auf der Bühne zu stehen und einem grossen Publikum zuzulachen ist viel geringer als der Impuls Instrumente und Musik zu schaffen, die den Leuten helfen ihre eigenen Wahrheit zu finden und ihr Talent und den Mut zu entwickeln, ihre Ideale zu leben!
Musik war immer mit spirituellen Prozessen verbunden und in Europa vorallem in der Katholischen Kirche entwickelt worden, aber dieser Strom wurde schwächer und die Künstler sind die neuen Lehrer für die philosophische Basis der Bevölkerung - aber sehr wenige merken das und übernehmen diese Verantwortung!
Mein wöchentlicher Besuch der impro-Band in Winterthur ist wie der gang zur Kirche: Freude, Inspiration, Dankbarkeit, neue Blickwinkel aus Distanz, Ideenaustausch,  und immer wieder staunen über was wir so alles können ohne zu wissen warum oder wozu...

Erscheinungsmerkmale:

  • Runde Brille: Bei Hermy Hogg sah ich sie ca 1995, und begann sie 2008 zu benützen aus demselben Grund: das grosse Sichtfeld. Aber dann bemerkte ich, dass keiner der Optiker in Salvador auch nur ein einziges modell von runden Brillen verkaufte! Aber Gandhy, Lennon and Joplin benutzten solche. Und seit 2009 auch Apples Steve Jobs, einer der wichtigsten Designer der Welt! Ich fragte meinen Spezialisten für Brillen und Mode, João Dantas von Emporio Occhiali, Salvador, und er sagte: "Rund ist das Symbol für Harmonie und Vollständigkeit. Darum benutzen diese Meister sie, und darum haben die meisten Leute Angst davor oder sie passen nicht in deren Gesichter"
  • Handgemalte t-shirts: Ich sammle sie. eine gute art Kunst zu benutzen und zeigen. ich mag keine schwarze, gestreifte oder beschriebene Kleider und Hemden sind mir zu kompliziert.
  • Pneusandalen: die beste art Pneu zu reziklieren. Ich trage sie fast immer, seit ich nach Bahia kam, und sie halten ca 5 Jahre. Sie funktionieren perfekt im Regen, für Bergwanderungen etc und schützen die Zehenspitzen. João Sandalia macht und repariert sie für wenig Geld in Lapa, Salvador, Bahia.

 

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